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LPZ-Erhebung

Das für die landesweite Prävalenzermittlung pflegebezogener Daten verwendete Instrumentarium wurde vom Department of Health Care and Nursing Science der Faculty of Health Medicine and Life Sciences der Universität Maastricht auf der Grundlage der vorhandenen Instrumente, Richtlinien/Leitlinien unter Beteiligung verschiedener Fachexpertinnen und Fachexperten entwickelt.

Das Instrument

Der im Rahmen der Prävalenzerhebung verwendete Erhebungsbogen ist von der Universität Maastricht entwickelt worden und mit der internationalen Forschungsgruppe abgestimmt worden. Die Fragen wurden anhand internationaler wissenschaftlicher Literatur und in gemeinsamer Überlegung mit Expert/innen auf dem Gebiet der jeweiligen Pflegeprobleme zusammengestellt. Bereits vorhandene Messinstrumente wurden weitgehend berücksichtigt.
Der Erhebungsbogen umfasst Erhebungen auf drei Ebenen:

  1. Ein Profil auf der Ebene des Spitals: z.B. Spitaltyp, Qualitätsindikatoren auf Spitalebene
  2. Ein Profil auf der Ebene der Station: z.B. Fachgebiet, Qualitätsindikatoren auf Stationsebene
  3. Erfassung der patientenbezogenen Daten. Die Erhebung der patienten-spezifischen Merkmalen ist seit 2007 in einen allgemeinen obligatorischen Teil sowie mehrere einzelne Module aufgeteilt. Der allgemeine Teil umfasst Fragen zu den demographischen Merkmalen der Patient/innen wie Alter, Geschlecht, Diagnose, Pflegeabhängigkeit etc.
    Die Daten im allgemeinen Teil werden obligatorisch für alle in der Erhebung eingeschlossenen Patient/innen erhoben,(unabhängig davon ob Sturz und/oder Dekubitus) vorhanden ist. Daneben ist für jedes Pflegeproblem ein eigenes Modul vorgesehen, in dem verschiedene Daten über die Merkmale, Prävention und Behandlung des spezifischen Pflegeproblems erhoben werden.

Seit 2008 stehen die folgenden Module für die Schweiz in deutscher Sprache zur Verfügung:

  1. Dekubitus
  2. Inkontinenz
  3. Mangelernährung
  4. Intertrigo
  5. Stürze und Freiheitsbeschränkende Massnahmen

Bei der nationalen Prävalenzmessung in der Schweiz am 6. November 2012 werden die Module Sturz und Dekubitus in allen Landessprachen zur Verfügung stehen.

Die Erhebung

Im Rahmen der europäischen Pflegequalitätserhebung findet in der Schweiz am Dienstag 6. November 2012 eine nationale Prävalenzmessung Sturz und Dekubitus statt.
Die Population (in die Messung eingeschlossene Patienten in den teilnehmenden Spitälern) umfasst die Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen, die am Erhebungstag stationär im akutsomatischen Bereich aufgenommen sind.
Jeweils zwei Pflegefachpersonen (eine stationseigene und eine stationsfremde Person), führen die Messungen durch, wobei bei Nichtübereinstimmung die Einschätzung der stationsfremden Person ausschlaggebend ist.

Pro Patient werden ca. 15 – 20 Minuten benötigt. Die Datenerfassung erfolgt schriftlich oder bei entsprechender technischer Infrastruktur online (Laptop, drahtloses Internet). Auf Papier erfasste Daten können bis zu einem Stichtag ca. fünf Wochen nach der Messung im LPZ-Instrument eingegeben werden.
 

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Kontakt/Ansprechperson
 

Berner Fachhochschule
Fachbereich Gesundheit, Abteilung aF&E
Nationale Prävalenzmessungen
Christa Vangelooven
Telefon +41 31 848 45 55
anq-messungen.gesundheit[-noSpam-@-noSpam-]bfh.ch

 
©2012 Maastricht University|6-2-2012
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