Die landesweite Prävalenzmessung pflegebezogener Daten (Landelijke Prevalentiemeting Zorgproblemen, kurz LPZ) ist eine alljährlich durchgeführte unabhängige Prävalenzmessung des niederländischen Gesundheitssystems.
Ursprünglich war die Erhebung auf die Prävalenz von Dekubitus begrenzt, die 1998 erstmalig stattfand. Inzwischen ist die Studie jedoch zu einer umfassenden Erhebung einer ganzen Reihe von Pflegephänomenen herangewachsen. So werden jetzt auch die Pflegeprobleme Inkontinenz, Mangelernährung Intertrigo und Stürze und Freiheitsbeschränkende Massnahmen. in die Erhebung einbezogen.
Im Rahmen der Europäischen Pflegequalitätserhebung beteiligen sich die folgenden Universitäten:
die Universität Witten-Herdecke, Deutschland, die Medizinische Universität Graz, Österreich und die Berner Fachhochschule inkl. Kooperationspartner (Haute école de santé Fribourg und Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana), Schweiz.
Mit der Prävalenzmessung erhalten die beteiligten Spitäler auf relativ einfache Weise eine Übersicht über die Prävention und Behandlung der betreffenden Pflegephänomene Sturz und Dekubitus in ihrer Institution.
In der Schweiz werden 2011 die Pflegephänomene Sturz & Dekubitus erhoben. Mittels Ihrer Teilnahme an dieser Messung erhalten Sie:
Von der Prävalenzmessung profitiert sowohl Ihr Spital als auch die Öffentlichkeit. Sie erhalten objektive Informationen zur geleisteten Qualität zu den Indikatoren Sturz und Dekubitus. Das bringt in mehreren Bereichen einen Nutzen:
Qualitätsentwicklung
Die Resultate geben Aufschluss über die Betreuungsqualität (Prävalenz, Prävention, Behandlung) in Ihrem Spital. Sie können Stärken und Entwicklungspotential feststellen und erhalten somit Anstösse für interne Verbesserungsprozesse.
Transparenz und Vergleichsmöglichkeiten
Die Erhebung von quantitativen landesweiten Daten ermöglicht es, die Betreuungsqualität innerhalb der Spitäler und zwischen den Spitälern zu vergleichen. Die Daten können zudem publiziert werden – was auch der Öffentlichkeit Vergleiche ermöglicht.
Argumentationshilfen
Die Messresultate liefern bei der schweizweiten Einführung des neuen Fallpauschalensystems mit Diagnosis Related Groups (SwissDRG) und des neuen Spitalfinanzierungsmodells im Jahr 2012 einen wichtigen Beitrag zur Überwachung von Qualität und Wirtschaftlichkeit. Zudem bieten die Resultate Argumentationshilfen, da vergleichbare Daten vor und nach der Einführung der SwissDRG vorhanden sein werden.
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Berner Fachhochschule
Fachbereich Gesundheit, Abteilung aF&E
Nationale Prävalenzmessungen
Christa Vangelooven
Telefon +41 31 848 45 55
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